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Einige E-Mail-Anfragen und Anrufe sollen meine Erfahrungen aufzeigen.

Fotografie

Mit 12 Jahren begann ich mit einer Kleinbild-Sucherkamera (Leica) 24x24mm meine Umgebung zu fotografieren. Mit dem ersten selbstverdienten Lehrlingsgeld und Nebenjobs leistete ich mir 1968 eine einfache Spiegelreflexkamera (ohne integrierten Belichtungsmesser), die Ende der 80-Jahre leider, in der Karibik nach einem Regenguß, endgültig den Geist aufgab. In der Zwischenzeit kamen 2 elektronische Kleinbildkameras und eine 6x6cm Kamera hinzu. Bis Mitte der Achtziger arbeitete ich fast ausschließlich mit SW und Farbdia. Entwickelt und vergrößert wurde im eigenen Labor. Viel Zeit brachte ich für Fotomontagen mit Gummikleber, Skalpel und Retuschepinsel auf. Darüberhinaus wurde bei der Aufnahme mit Filtern experimentiert.
Probleme mit den Augen und eine Allergie führten mich zu den Fotolabors. SW-Bilder wurden nun teuer und die Resultate sahen nach 08-15 aus. Farbpapierabzüge, entwickelt in Fotolabors, verdrängten immer mehr die Arbeit mit SW-Bildern und DIA-Positiven.
Im Jahr 2004 kam der große Wechsel: Digitalkamera. Weil ich bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht das Abbild der Mattscheibe einer Spiegelreflexkamera erkennen kann, entschied ich mich für eine Kamera, welche das Sucherbild auf einem Monitor im Sucher abbildet (leider mit weniger Detaills, dafür aber aufgehellt - ähnlich dem aufgenommenen Bild), nicht zu Letzt wurde die Entscheidung auch aus Kostengründen getroffen.

Bildbearbeitung

Schon nach kurzer Zeit der Arbeit mit der analogen Fotografie, stellte ich fest, daß eine Aufnahme nur im geringen Umfang in der Dunkelkammer korrigiert werden konnte. Obwohl die Resultate mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erstaunlich waren. Waren z.B. schlechte Lichtverhältnisse vorhanden und Blitzlicht nicht möglich, so wurde ein Negativfilm das 2-3 fache unterbelichtet. Der Film wurde mit speziell angesetzten Entwicklerlösungen extrem lange entwickelt. Anschließend wurden entsprechende Papiersorten und Entwicklungsvorgänge gewählt, manchmal dauerte Stunden, bis ein akzeptables Resultat vorlag. Die Arbeit mit Farbnegativen war noch aufwendiger und nerven aufreibender (das endlich passende Papier mit Filterwerten und Belichtungszeiten gefunden und bei der letzten Vergrößerung war das Papier nur noch in einer anderen Produktionscharge vorhanden. Also mußte für das Papier einige Probebelichtungen/Entwicklunge gemacht werden. Die neuen Filterwerte auf der Packung vermerkt werden und nun für das letzte Bild umgerechnet werden. Es stimmte jedoch meißt nicht.)
Beim DIA-Positiv versuchte man bereits nach der Motivwahl bzw. der Umgebung den Film auszuwählen. Ich kann mich erinnern, daß für Hautaufnahen und für Strandaufnahen ich zwei besondere Filme nutzte. Farbkorrekturen wurden mit unterschiedlichen Filtern vorgenommen, d.h. jedes Motiv mit gewechselten Filtern und mit jedem Filter mit 2-3 verschiedenen Zeiten aufgenommen. Das Ergebnis lag dann, nachdem der Film nach Tagen oder Wochen entwickelt war, vor. Die Entwicklersätze waren nicht billig und reichten für 2-4 Filme. Deshalb wurde zu jedem Film Notizen über Filter und B-Zeiten geführt. Ansonsten hätte man die vorgenommenen Manipulationen vergessen.
Beim DIA war noch zu beachten, daß Nachträglich ein Bildausschnitt nicht möglich war, d.h. das Motiv mußte formatfüllend aufgenommen werden.
Bis etwa Anfang/Mitte der neunziger Jahre wurde für den Druck Negative im Mindestformat 6x6cm gefordert. Eine Ausnahme bildete das Kleinbild DIA-Positiv, wenn es druckgeeignet war, wurde es angenommen.
Etwa Anfang der Neunziger begann ich mit der digitalen Bildbearbeitung, vorrangig für Marketingmaßnahmen mit geringer Auflage. Bildbearbeitungsprogramme von ALDUS und vielen anderen wurden ausprobiert.
Der neue Firmen-Arbeitsplatz (semiprofessionelle Ausstattung) erhielt einen einfachen guten Flachbett-Scanner (fast 5.000 DM). Der Farb-Thermosublementationsdrucker (Preis ?) wurde später durch einen Farblaserdrucker ersetzt (ca. 20.000 DM).
Grafik und Layoutprogramme kamen hinzu. Neuland war der Umgang und der Einsatz von Schriften in Bildern bzw. in Druckvorlagen. Insgesamt kostete der Arbeitsplatz fast 70.000 DM, heute würde ein vergleichbarer Arbeitsplatz (infolge Preisverfall, Massenfertigung und Weiterentwicklung) um die 23.000€ kosten.
Die ersten Programme waren nervtötend (Systemabstürze während der Arbeit, langsame Bearbeitung, Inkombatibilitäten zwischen Betriebssystem und angeschlossenen Geräten, Farbfehler, etc.). DTP-Programme hatten sich langsam durchgesetzt und auch die Belichtundstudios bzw. Druckereien nahmen ungefragt bestimmte Dateiformate entgegen. Nur druckspezifische Parameter mußten (auch heute noch empfehlenswert) hinterfragt werden.
Heute ist die Bildbearbeitung so einfach, wie nie zuvor; vor etwa 25 Jahren unvorstellbar. Allerdings hat sich die Breite der Publikationsarten verbreitert, vom Desktopprinter über Digitaldruck bis zu den traditionellen Druckverfahren. Neu sind die Medien Internet, Ebook und elektronische Darstellung (Präsentationen vom Träger DVD, CD u.a. elektronische Speicher auf Leinwand über Beamer oder elektronische Großbildflächen). Für jede Ausgabe sind bei der Bildbearbeitung die jeweiligen Besonderheiten zu berücksichtigen. Teilweise schließt dies die Aufnahmeart schon ein (obwohl die Digitalkamera den Durchbruch geschafft hat, entspricht die Qualität nicht immer den Anforderungen, so daß die analoge Aufnahmetechnik nach wie vor ihre Existenzberechtigung besitzt).

Programme

Hervorragende Programme, die ich kennen lernen konnte, sind Adobe Photoshop, Adobe Illustrator (aber auch Macromedia Freehand) und QuarkXpress.
Auf dem Gebiet der Share-, Freeware und Opensource habe ich etwas experimentiert. Sehr gute Ergebnisse konnte mit dem OpenSource-Programm GIMP (Bildbearbeitung), welches kostenlos ist, erzielt werden. Für kostenlose Grafikprogramme möchte ich keine Empfehlung aussprechen, es existieren einige Programme für LINUX. Für WINDOWS existiert eine Betaversion, man könnte sie sich mal anschauen. Auf dem Gebiet DtP findet man einiges für LINUX, für WINDOWS fand ich einen Treffer. Jedoch ist das Programm auf englisch. Zur Erstellung von Webseiten findet man proffesionelle Programme (z.B. Macromedia: Dreamweaver, Adobe: GoLive, Macromedia: FLASH), sollen weitere Sprachen, wie php, java, VB, Delphi, etc. eingebunden werden, so sind spezielle Editoren erforderlich. Mit .NET hat MicroSoft neue Anhänger gefunden. Ich selbst programmiere viel als Hacker, d.h. ich hacke die einzelnen Befehle per Hand ein. Meine Empfehlung "html-editor phase 5", für private Nutzung auch noch kostenlos, oder Ultra-Edit (Shareware). Kostenlose Programme werden in vielen einschlägigen Zeitschriften auf CD geliefert.
Je nach Budget kommen folgende EBV-Programme in Frage:
Jedes der Programme hat seine Vorteile, jedoch kann m.E. keines Photoshop ersetzen.

Hardware

Welcher Rechner/Betriebssystem?
Für hochwertige Druckvorlagen hat m.E. nach wie vor Apple die Marktführerschaft. Durch leistungsfähigere Hardware und Software hat MicroSoft, vor allem im Amateur- und im semiprofessionellen Bereich, seine Bedeutung. Auch gute Druckvorlagen sind mit Windows möglich, man muß nur einiges zusätzlich beachten. Inwieweit beide Anbieter durch LINUX im professionellen Bereich Bedeutung verlieren, kann ich nicht einschätzen. Aber sehr viele private Anwender nutzen immer mehr LINUX und die OpenSource-Software (kostenlos), die oftmals mit den teuren professionellen Programmen vergleichbar sind.
Die Anforderung an den Rechner werden durch die Dateigröße beeinflußt, je größer die Bilder sind, umso schneller muß der Rechner arbeiten, und umso größer muß die Speicherkapazität (auch RAM) sein. Die Dualprozessor-Technik wird an für EBV (außer für Internetpräsentationen) sich durchsetzen, sobald die entsprechende Software verfügbar ist.
Alle am Rechner angeschlossenen Geräte sollten über ein Farbprofil verfügen, eine Kalibration sollte möglich sein, damit alle Geräte über das Farbmanagement syncronisiert sind (gleiche Farbwiedergabe). Dies betrifft auch die Eingabegeräte, wie Scanner oder Digitalkamera (meistens sRGB).


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