Ski - Abfahrtslauf

Kurzlehrbuch Alpine-Skilauf

Die Hinweise und Körper-/Skihaltung zum Abfahrtslauf sind seit März 2003 nicht mehr Gegenstand dieser Seite. Dieses ehemalige "Abfahrtslauf-Kurzlehrbuch" basierte auf Ski mit aufgeschraubter Flachstahlkante und Lederschnürschuhe, damit mußte Körperhaltung und Skibelastung genau koordiniert werden, um eine flüssige und nicht allzu kraftaufwendige Abfahrt zu meistern.
Mit dem Fortschritt in der Ski-, Bindung- und Schuhentwicklung wurde das Skilaufen leichter, sicherer und auch schneller, aber auch risikoreicher.
Auch heute nutze ich hin und wieder Abfahrtsskistiefefel mit einem Ski mit geschraubter Flachstahlkante. Der Grund: Mit den heutigen Ausrüstungen müssen die Bewegungen nicht mehr so intensiv und exakt ausgeführt werden, so daß Fehler sich einschleichen. Ich merke dies nur am unruhigen Skilauf, meißt ein hackeln am hinteren Ski, insbesondere bei schnellen Abfahrten. Mit den alten Skiern sind die Fehler schnell beseitigt. Eine Alternative wäre der Besuch einer Skischule, denn die Skilehrer erkennen durch Ihre Erfahrung schnell, was nicht richtig ist.

Skigeschichte

Einige Bilder sollen die Entwicklung aufzeigen:
Holz-Abfahrtsski mit Seilbindung ohne Stahlkante, ohne Kunststoffsohle. Die Holzsohle mußte ständig entsprechend dem Schnee und den Temperaturen gewachst werden. Eine falsche Wachsmischung ließ u.U. die Ski auf dem Schnee kleben.
Später wurde zur Seilbindung die fixe Schuhkammer mit einem Sicherheitskopf ersetzt.
Die Kanten dieser Skier waren noch reines Naturholz. Pulverschnee, die ideale Bedingung zum Skilauf. Zur Vorbereitung des Skilaufes gehörte auch die Messung der Luft- und Schneetemparatur und der Griff in den Schnee, um die Feutigkeit festzustellen. Dann wurde der Ski in einem warmen Raum, z.T. mit einem alten Bügeleisen aufgebracht. Zuvor mußte evtl. der Wachs vom Vortag abgekratzt und mit einem Entferner beseitigt werden. Jeder hatte seine eigenen geheimen Wachsmischungen.
Die geschraubte Flachstahlkante mit Sicherheitskopf waren einstmal Topmodelle und ermöglichten auch bei vereistem Schnee sicher abzufahren
Die Kunststofflaufsohle ließ die verschiedenen Skiwachse in Vergessenheit geraten. Paraphin blieb als einzigster Allroundwachs bestehen, denn die ersten Kunststoffsohlen verloren Fette und mußte nachgewachst werden.
Holz ist im Ski fast vollständig verdrängt worden. Ski für jeden möglichen Gebrauch oder Ski zum Spaß (Kurzski) oder Wedeln (Kurzschwung) oder ... heute der Carwingski ...
Bindungen, vorn und hinten Sicherheitsbindung, immer weiterentwickelt ...
Das Sicherheitsseil, mit dem der Skier an jedem Bein befestigt war, verschwand mit der Schneekralle, die in der Bindung integriert ist.
Schnürschuhe, geeignet zum Abfahrts- und Tourenskilauf (eine Art des Langlaufes). Mit dem Sicherheitskopf kamen auch die ersten Schnallenschuhe
Schnallenlederschuh, der Vorläufer der Skistiefel.
An der Hacke noch deutlich der Absatz zum Aufnemhmen der Seilzugbindung zu erkennen


Auch die Skistiefel werden heute ständig weiterentwickelt

Carvingski
Der beste Ski - Der risikoreichste Ski

Es ist wirklich so, dieser Ski läßt sich sehr gut dirigieren, er reagiert auf kleine Bewegungen, selbst Parallelschwünge gehen fast selbständig. Eigentlich der ideale Ski!
Doch aus meinem Freundeskreis kommen schlechte Nachrichten. Früher wurde über blaue Flecke berichtet, jetzt sind es ausgekugelte Schultern, verdrehte Daumen, Prellungen, Kreuzbandrisse. Die Stürze passierten, nachdem sie auf Carving umgestiegen waren.
Nun bemerkte ich, daß der Schneeflug oder der Schneepflugbogen mit dem Carving gar nicht so einfach funktioniert. Bei hartem Schnee geht es, jedoch bei weichem Schnee und eine falsche Körperbewegung fährt der Carving eine Kurve, wird versucht den Ski flacher, d.h. weniger Kanteneinsatz, zu stellen, so drückt der Carving über die Talkante. Es hackelt. Reagiert man nicht, so ist der Sturz über die Außenkante sicher! Dies passiert auch bei paralellem Ski! Je schneller die Fahrt, um so größer die Wucht, um so härter der Aufprall!
Dieses Verhalten ist auf die Schnittform der Ski zurück zuführen. An der Spitze extrem breit, in der Mitte extrem schmal und am Ende extrem breit. Durch diese Form schmiegt sich der Ski (die Skispitze) in den Berg hinein. Bei verharschtem, vereisten Schnee weniger intensiv, bei weichem Schnee bekommt man nur mit Körpereinsatz die entsprechende Skientlastung.

Erfahrung aus Seefahrt

Betrachtet man bei einem Boot in Fahrt den Wasserstand am Rumpf, so hat

Auftrieb an der Skispitze

Ein Bughorn an der Skispitze? Warum nicht! Es müßte nur anders aussehen.
Einige Versuche verbesserten die Skieigenschaften. Die Skilänge wird durch 2 geteilt, das Ergebnis gedrittelt. In diesem Drittel wird auf die Laufsohle eine zweite Schicht mit Kunststoffsohle geklebt. Der Übergang zur Spitze wird abgerundet (an die Biegung der Spitze angepaßt). Die zusätzliche Laufsohle hat somit eine Länge von 12-20cm und eine min. Breite entsprechend der geringsten Skibreite. Bei einer Dicke ab 1mm macht sich das "Aufschwimmen" der Skispitze bereits bemerkbar. Eine Dicke ab 2mm läßt den Ski flattern.
Beispiel:
Skilänge 1,80m
Mittelpunkt 90cm
davon 1/3 30cm
Schwimmsohle
Länge ca.
18cm
Schwimmsohle grün gezeichnet

Bauanleitung

Die genaue Bauanleitung ist entfernt worden, weil die zusätzliche "Schwimmsohle" nicht lange hält. Die Belastung ist so groß, daß die Sohle nach einiger Zeit abreißt. Schwerer Sturz möglich.
Gefunden habe ich keinen geeigneten Kleber; der Versuch aufzuschweißen gelang durch die unterschiedlichen Komponenten (Original-Laufsohle, Reparaturlaufsohle, evtl. Distanzmaterial) auch nicht zuverläßig.
Auch die Kanten der Schwimmsohle fransen aus.
Eine Skiwerkstatt müßte in die Originalsohle eine Aussparung fräsen und mit einer Kante die Schwimmsohle einlassen.
Von mir angesprochene Skiwerkstätten lehnen eine Zusammenarbeit ab, auch wegen unübersichtlicher Produkthaftung.

Meine Empfehlung:


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